Teil 4
Von diesem Tag an sah Lisa ihren Traum verwirklicht und lebte
darin. Sie arbeitete nun allein an anderen Themen als Daniel, was
sie manchmal beinahe bedauerte, und auch wenn sie einsehen mußte,
daß die meisten Recherchen viel weniger spektakulär waren
als ihre "AWS"-Story, fühlte sie sich doch endlich
rundum wohl, zufrieden und in ihrem Wunsch bestätigt, nichts
anderes als eine Reporterin sein zu wollen. Über ihre ersten
Monate beim "Evening Star" lachte sie noch oft laut mit
Daniel und Ben Carlson oder im Stillen für sich ganz allein.
Das einzige, was sie immer mehr bedauerte, obwohl sie es auf
der anderen Seite so sehr genoß, in den Kollegen ihre neue
Familie zu sehen, bestand darin, daß sie ihrem Vater und Susan
nur noch selten begegnete, auch wenn sie nach wie vor alle im gleichen
Haus lebten. Deshalb beschloß sie einen Monat vor dem
60. Geburtstag des Generals,der das Fest des Jahres werden sollte,
das zu ändern und nahm nach zwei Jahren beim "Evening
Star" ihren ersten Urlaub. Daß Susan an Lisa's erstem
freien Tag früher als gewohnt und allein nach Hause kam, half
ihr gleich unverhofft bei ihrem Vorhaben. "Schau' her,
Susan, ich begrüße dich mit einem erlesenen Abendessen,
fast wie damals in San Diego, und wir beide müssen dringend
etwas besprechen." Wie auf Kommando stürzte sich
Susan auf die Hamburger und die HotDogs, und dabei plauderten und
lachten sie ungezwungen wie in ihrer Zeit an der Universität.
"Ach, Lisa, wir haben uns in den letzten Monaten viel zu selten
gesehen! Es ist zwar phantastisch, daß wir beide so schnell
unseren Platz im Leben gefunden haben und inzwischen schon richtig
engagierte, voll eingespannte Karrierefrauen geworden sind, aber
das sollte uns nicht länger davon abhalten, Abende wie diesen
wieder gemeinsam zu verbringen und darüber über alles
zu reden." "Genau, das meine ich auch. Ich finde es
herrlich so mit dir, und jetzt schmieden wir erstmal Pläne
für Vaters Geburtstag. Ja?" Ein klein wenig Enttäuschung
mußte Lisa dann aber herunterschlucken, als sie erfuhr, daß
die Riesenparty im "Carlton" bereits geplant und in Auftrag
gegeben und die Gästeliste längst geschrieben war, aber
Susan war nun einmal die Sekretärin und inzwischen auch die
rechte Hand des Generals und ständig mit ihm zusammen.
Beim Schreiben der Einladungen, der Auswahl ihrer Kleider und vor
allem der lustigsten und ausgefallensten Überraschungen hatten
die beiden dann aber doch noch gemeinsam sehr viel Spaß, und
auch das eigentliche Geschenk, eine alte goldene Taschenuhr mit
der Gravur: "Für den liebsten Paps der ganzen Welt von
Deiner Lisa und von Deiner Susan", wurde von den Mädchen
zusammen ausgesucht und bezahlt. Sie fühlten sich mehr
als jemals zuvor wie Schwestern, und die Freude und der Stolz des
Generals am Geburtstagsmorgen waren der allerschönste Lohn,
den sie sich vorstellen konnten. Der großen Party im "Carlton"
blickte Lisa besonders aufgeregt entgegen, obwohl sie das nicht
einmal Susan gegenüber zugab, um sich nicht wie ein Teenager
zu blamieren. Auf der Gästeliste hatte sie nämlich Steve
Clerk's Namen entdeckt, und seitdem versuchte sie ständig,
sich vorzustellen, wie der frühere Spielkamerad wohl jetzt
aussehen und sich ihr gegenüber verhalten mochte. So lange
Lisa denken konnte, waren die Clerks und die Hunters eng befreundet
gewesen, und als kleines Kind hatte sie mit dem acht Jahre älteren
und schon damals enorm gutaussehenden Jungen viele Sommer lang gespielt,
bevor er in das Alter kam, in dem sie ihm zu jung und zu dumm erschien
und er mit gleichaltrigen Freunden in die Ferien fuhr. Daraufhin
war in Lisa eine Welt zusammengebrochen, und ihr Schwur, ihn zu
vergessen und ebenfalls nie mehr zu beachten, bildete unverständlicherweise
bis heute den Grund dafür, warum sie nicht versucht hatte,
wieder mit ihm Kontakt aufzunehmen, obwohl sie wußte, daß
er ebenfalls noch in Washington lebte, wo inzwischen eine glänzende
Karriere in der Politik vor ihm lag. Man handelte ihn sogar bereits
hinter vorgehaltener Hand als zukünftigen Senator. Nun,
bei der glanzvollen Geburtstagsparty wartete Lisa voller Ungeduld
das Ende all der Lobreden ab und suchte Steve in der Menge, aber
erst viel später, als alle schon tanzten, trat er plötzlich
an ihren Tisch, um ihrem Vater persönlich zu gratulieren.
Noch nie zuvor in ihrem Leben war sie so froh gewesen, auf einem
Stuhl zu sitzen, wie jetzt, als ihr beim Anblick des ihr fast völlig
fremden Traummannes die Knie zitterten. Daher dankte sie auch ihrem
Schutzengel dafür, trotz allem sprechen zu können, als
sich Steve nach den Glückwünschen zu ihnen setzte und
sie ansprach. "Hallo, kleine Lisa! Wie ich hörte,
bist du inzwischen die aussichtsreichste junge Erfolgsreporterin
Washington's, die sogar den alten Grant zur Strecke gebracht hat.
Mein Kompliment! Nur, daß du noch dazu so phantastisch aussiehst,
wollte mir keiner verraten." "Danke, aber deine Karriere
macht ja auch überall von sich reden, du zukünftiger Präsident."
"Man tut, was man kann, aber das Privatleben darf dabei nicht
ganz auf der Strecke bleiben. In nächster Zeit werden wir uns
also viel öfter treffen, hoffe ich." Bei diesen Worten
glaubte Lisa, vor Glück und Hoffnung zu schweben, aber sehr
schnell fiel sie mit einem Schlag in die Wirklichkeit zurück.
Susan kam vom anderen Ende des Saales auf sie zu, und schon sprang
Steve auf und eilte ihr entgegen. Hand in Hand standen die beiden
dann vor dem General, und Steve verkündete feierlich: "Daß
wir uns in den letzten Monaten oft gesehen haben, wissen Sie ja,
General Hunter, aber da Sie für Susan jetzt die Stelle des
Vaters einnehmen, freut es Sie vielleicht, gerade heute zu erfahren,
daß wir im August heiraten werden. Allerdings wird die Trauung
ganz still und romantisch auf Jamaica stattfinden, um dem Rummel
hier zu entfliehen, aber dafür sollten Sie es als Erster von
uns erfahren." Beinahe vergebens versuchte Lisa, ihre maßlose
Enttäuschung zu verbergen und zu besiegen, als ihr Vater Susan
und Steve umarmte und beglückwünschte und sie sich ihm
rein automatisch anschloß. "Wie schrecklich dumm
von mir", schimpfte sie mit sich selbst, als das Brautpaar
im Gewimmel der Tanzenden untertauchte, "ich bin doch keine
sechzehn mehr, und zwischen Steve und mir hat es schließlich
nie etwas gegeben. Wie kann man nur so egoistisch sein? Ich sollte
mich ehrlich für Susan freuen", aber trotzdem wollte es
ihr nicht so recht gelingen. Später, allein mit ihrem Vater,
bemerkte sie plötzlich erschrocken, daß er viel ernster,
älter und müder wirkte als jemals zuvor, und es tat ihr
unendlich weh zu spüren, daß er ihr dabei auch noch seltsam
fremd erschien. So sehr sie es auch wollte, etwas in ihr hielt
sie davon ab, sich mit ihm auszusprechen wie früher, weil ihr
für den Anfang einfach die richtigen Worte fehlten.
In den folgenden Monaten und besonders während Susan's Flitterwochen
auf Jamaica stürzte sich Lisa mehr denn je in ihre Arbeit.
Sie recherchierte in Fragen der Chancengleichheit von Frauen in
Männerberufen, in einem Forschungsinstitut für Nahrungsmittelkontrolle
und sogar in einer Partnervermittlungseinrichtung für Senioren.
Nichts schreckte sie ab, um sich abzulenken, und immer wieder redete
sie sich ein, daß manche Frauen eben die Karriere dem Privatleben
einfach vorziehen. Erst nach einigen Wochen bemerkte sie, daß
Daniel oft genauso lange und verbissen arbeitete wie sie selbst
. In einer ihrer langen Nächte in der Redaktion trat er an
ihren Schreibtisch und sprach sie ungewohnt sanft an. "Für
heute genügt es, glaube ich. Wir alle haben gespürt, daß
du private Probleme hast, die du unter deiner Arbeit vergraben willst,
und weil die Ergebnisse trotzdem immer ausgezeichnet waren, konnten
wir dich dabei auch in Ruhe lassen, weil du wohl gerade das im Augenblick
brauchst, aber jetzt dauert dein Zustand akuter Arbeitswut schon
zu lange, und ich seh' mir nicht mehr mit an, wie du daran kaputt
gehst. Rede mit mir, wenn es geht, bitte!" Vielleicht sah
ihn Lisa in diesem Moment zum allerersten Mal nicht nur als Reporter
und als Kollegen und begriff, was er ihr seit langer Zeit schon
insgeheim auch als Freund bedeutete. Weinend fiel sie ihm um
den Hals, und sein leichtes Streicheln über ihr Haar löste
ihren Kummer ganz langsam auf. "Ach, Daniel, ich war so
ein hoffnungsloser Idiot! Wie ein Teenager hab' ich mich in eine
Geschichte verrannt, die es eigentlich nie wirklich gegeben hat."
"Gut so, wein' dich ruhig aus, Kleines", flüsterte
Daniel, "und dann komm' bitte mit mir! Ich stecke nämlich
auch bis zum Hals in einem handfesten, wenn auch absolut anderem
Problem und brauche deine Hilfe." Beunruhigt sah ihm Lisa
in die Augen, und als sie später mit einem Glas Wein in der
Hand in seiner kleinen Junggesellenwohnung saß, fühlte
sie sich geborgen, befreit und so wohl wie schon lange nicht mehr.
Daniel ließ ihr Zeit, es sich bequem zu machen, und begann
erst dann mit ernster Stimme. "Ich habe lange mit mir gekämpft,
ob ich überhaupt mit dir darüber reden soll oder besser
nicht. Die Sache könnte dich nämlich persönlich betreffen
und dir eventuell sogar weh tun, und ich will auf keinen Fall, daß
du dich als Spionin von mir ausgenutzt fühlst, aber ich muß
es dir jetzt trotzdem sagen, weil ich glaube, daß du mich
richtig verstehst und ich dir nach der "AWS"-Story auch
Ehrlichkeit schulde. Lisa, da läuft eine ganz heiße
Sache im Verteidigungsministerium. Ich habe die Information von
einem Freund, der zwar damit seine Stelle riskiert, der aber einfach
mehr Angst davor hat, was passieren könnte, wenn dieser Fall
nicht aufgeklärt wird, und ich finde, er übertreibt kein
bißchen. Man hat da rein zufällig entdeckt, daß
die geheimsten Computerprogramme geringfügig manipuliert wurden,
und was das für die Welt bedeuten könnte, wenn es wieder
geschieht und dann nicht entdeckt wird, dürfte dir ja klar
sein. Der Schuldige wurde bisher noch nicht ermittelt, aber allzu
viele Leute haben dort ja gar keinen Zugang. Dazu mußt du
noch wissen, daß die ganze Geschichte im Verantwortungsbereich
deines Vaters liegt, und deshalb steht es dir frei, ob du mir helfen
willst oder nicht." Entsetzt ließ Lisa ihr Glas fallen,
aber sie beachtete es nicht einmal. "Das ist ja schrecklich!
Vielleicht wußte Paps ja schon bei seiner Geburtstagsfeier
davon, als er mir so seltsam verändert und bedrückt vorkam.
Nicht auszudenken, wie er jetzt leidet! Natürlich muß
die Sache sofort aufgeklärt und die Öffentlichkeit informiert
werden, und ich bin dabei, Daniel. Aber eines mußt du mir
ganz fest versprechen, daß du auch an die Unschuld meines
Vaters glaubst! Ja? So etwas würde er niemals tun oder zulassen!
Dafür lege ich beide Hände ins Feuer." Lisa's
Blick lag bittend auf Daniel, aber er wollte ihr nichts vormachen.
"Natürlich vertraue ich dir, aber deinen Vater kenne ich
noch nicht, und deshalb kann ich mir selbst noch kein Bild von ihm
machen. Manchmal werden Menschen gezwungen, gewisse Dinge selbst
gegen ihren Willen zu tun." "Nein!" Es war wie
ein Aufschrei. "Nicht mein Vater!" "O.k., ich
hoffe von Herzen, daß du recht hast, aber sollte er doch etwas
mit der Sache zu tun haben, kann ich ihn unmöglich da 'raushalten."
"Ja, das ist mir klar." Nach dem ersten Schreck fühlte
sich Lisa wieder entschlossen und voller Tatendrang. "Jetzt
fahren wir sofort zu Paps und reden mit ihm, noch heute!" Damit
sprang sie auch schon auf.
Auf der Fahrt zur Villa des Generals sprach Lisa noch wie zu
sich selbst. "Meinen Beruf hat Paps nie sonderlich gemocht,
aber er mußte ihn akzeptieren. Vielleicht kommt jetzt der
Tag, an dem ich ihm zeigen werde, daß mein Weg richtig war.
Wenn wir ihm doch nur helfen könnten!" Beiden dauerte
es viel zu lange, bis das große, alte Haus endlich hinter
den hohen Bäumen des Parks auftauchte. Wider Erwarten lag es
trotz der späten Stunde fast völlig im Dunkeln. Daniel
hatte den Wagen noch nicht ganz gestoppt, als Lisa auch schon losrannte
und von unerklärlicher Unruhe erfüllt zum Eingang lief.
In der Halle traf sie den alten Hausdiener Martin an, den sie sofort
nach ihrem Vater fragte. "Es tut mir leid, Miss Lisa, aber
General Hunter muß wohl noch im Büro sein. Jedenfalls
ist er bis jetzt noch nicht nach Hause gekommen." "So
spät noch im Büro?", fragte sie, aber eine Antwort
wartete sie gar nicht mehr ab. Statt dessen sprang sie wieder zu
Daniel ins Auto, und ihre Stimme zitterte vor Aufregung. "Fahr'
zum Verteidigungsministerium, schnell, bitte!" Dabei war
sie von einer unbestimmten Panik erfüllt, die sie so noch nie
erlebt hatte. Daniel merkte ihr diesen Zustand an und legte die
Strecke von etwa 20 Kilometern in Rekordzeit zurück. Als
sie auf das hohe Gebäude zufuhren, packte dann auch ihn die
Angst, daß Lisa's Ahnungen berechtigt sein könnten..
Im Dunkeln blitzten nämlich die farbigen Scheinwerfer mehrerer
Polizeifahrzeuge auf, und in dem gespenstigen Licht liefen Männer
in Zivil und in Uniform scheinbar ziellos durcheinander. Lisa stolperte
verzweifelt auf die Absperrung zu und schrie: "Ich bin General
Hunter's Tochter. Lassen Sie mich zu meinem Vater! Was ist passiert?"
Da kam ihr auch schon Susan aus dem Gebäude entgegen und umarmte
sie unter Tränen. "Oh, Lisa, es tut mir ja so leid. Irgendwie
war James doch inzwischen auch schon mein Vater. Sie haben mich
von zu Hause geholt, aber dich konnten sie auch in der Redaktion
nicht mehr erreichen." "Ist Paps tot?", stammelte
Lisa, aber die Antwort darauf kannte sie schon.
Das folgende Verhör überstand sie wie in Trance. Rein
mechanisch beantwortete sie die Fragen und bemerkte, daß sie
in letzter Zeit viel zu wenig über ihren Vater gewußt
hatte. Daniel hatte die ganze Zeit über allein vor der Absperrung
auf sie gewartet, und erst in seinen Armen brach sie weinend zusammen.
Man hatte General Hunter gegen 1.00 Uhr morgens erhängt in
seinem Büro gefunden. Es war eindeutig Selbstmord, und auf
dem Schreibtisch hatte ein Zettel gelegen, der nachweislich von
ihm selbst stammte. Darauf stand: "Es ist aus. Ich kann nicht
mehr. Verzeiht mir bitte!" Für die Ermittler bedeutete
dies gleichzeitig die Lösung des Rätsels um die manipulierten
Computerprogramme. Also hatte es der General doch selbst getan,
und nun mußte nur noch herausgefunden werden, ob noch unbekannte
Auftraggeber ihre Hände mit im Spiel gehabt hatten.
Lisa aber sah den Fall mit anderen Augen. Wieder und wieder beteuerte
sie Daniel gegenüber in dessen kleinem Wohnzimmer, wohin er
sie anschließend mitgenommen hatte, ohne daß sie es
richtig wahrnahm: "Ich verstehe gar nichts mehr. Das alles
ist eine riesengroße Lüge. Paps würde sich niemals
umbringen, niemals so einen Zettel schreiben und niemals etwas so
Furchtbares tun. Nie!" Doch Daniel sah sie forschend an.
"Es ist zweifelsfrei seine Handschrift, und auch der Selbstmord
steht außer Frage. Dort ermitteln die besten Profis."
"Das ist mir egal", schrie Lisa auf, und ihre Verzweiflung
rührte ihn, "dann wurde Paps eben gezwungen, den Zettel
zu schreiben, und seine Mörder waren noch bessere Profis. In
letzter Zeit hab' ich mich viel zu wenig um Paps gekümmert,
und das werde ich mir wohl nie ganz verzeihen, aber die Wahrheit
finde ich für ihn heraus. Das schwöre ich, egal ob mit
dir oder ohne dich." "Ich bin bei dir, Kleines. Morgen
rede ich mit Ben. Er wird es verstehen und uns frei geben",
tröstete er sie und sah erleichtert zu, wie sie völlig
erschöpft in seinen Armen einschlief.
Auch Susan, die sonst so kühle und überlegene Karrierefrau,
für die sie von den meisten Kollegen gehalten wurde, schien
unter dem Tod des Generals weit mehr zu leiden, als sie zugeben
wollte. Nach den endlosen Verhören, die sie als eine seiner
engsten Mitarbeiter über sich ergehen lassen mußte, die
aber allesamt nichts Neues brachten, da sie fast genauso ahnungslos
und schockiert wie Lisa gewesen war, flog sie für vier Wochen
mit ihrem Mann nach Europa, um Abstand zu gewinnen und zu versuchen,
das Geschehene zu verarbeiten. Vorher hatten sie sich natürlich
vergewissert, daß Lisa nicht allein blieb, und erst nach Daniel's
mehrfacher Beteuerung, gut auf sie aufzupassen, gab sie widerwillig
ihr Vorhaben auf, Lisa mitzunehmen. |